Ein modernes Konzept

Beim Umbau war dem Träger ganz wichtig, ein modernes Konzept anzuwenden. Daher wurde das Wohngruppenmodell umgesetzt. Dabei konnte der Diözesan-Caritasverband von Erfahrungen profitieren, die er zuvor bereits in drei anderen Einrichtungen mit dem Hausgemeinschaftsmodell gemacht hat (Hollfeld, Bamberg-Gaustadt, Eggolsheim). Dafür wurden die ersten Planungen der Kirchenstiftung noch einmal umgeplant.

Beim Wohngruppenmodell bilden jeweils zwölf bis 14 Bewohnerinnen und Bewohner eine Gemeinschaft. Sie teilen den Alltag ähnlich wie in einer Familie. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer. Doch das tägliche Leben spielt sich vor allem in einem großen gemeinsamen Aufenthaltsbereich ab, um den sich die Zimmer gruppieren.

Zum Gemeinschaftsbereich gehört eine Wohnküche, denn die Mahlzeiten werden in der Wohngruppe eingenommen. Im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Michael wird das Mittagessen zentral gekocht. Alle anderen Mahlzeiten werden in den Wohngruppen zubereitet. Wer von den Bewohnern dies möchte, kann sich an der Planung der Mahlzeiten, am Kochen und am Geschirrspülen beteiligen. Auch andere alltägliche Verrichtungen – etwa Wäsche zusammenzulegen – bleiben den Bewohnern überlassen, sofern sie dies wollen und dazu in der Lage sind.

Eine Mitarbeiterin ist als Bezugsperson tagsüber in der Wohngruppe anwesend und begleitet und unterstützt die Bewohner bei ihren Tätigkeiten. Sie wird unterstützt von Pflegefachkräften. Dabei ordnen sich die Erfordernisse der Pflege ganz den Bedürfnissen der Bewohner unter.

Das Wohngruppenmodell soll den Bewohnern ermöglichen, den Alltag, den sie von zu Hause gewohnt sind, weitgehend fortzuführen. Dass sie vertraute Tätigkeiten weiter ausüben, schenkt den Senioren Orientierung und Lebensfreude. Sie fühlen sich besser akzeptiert und integriert. Durch ihr Mitwirken im Alltag und die Übernahme von Aufgaben in der Gemeinschaft machen sie die Erfahrung, dass sie gebraucht und geschätzt werden.

Über das Wohngruppenmodell hinaus wurden in einzelnen Wohngemeinschaften spezifische Betreuungs- und Pflegekonzepte verwirklicht, die etwa auf dementielle Erkrankungen eingehen (geriatrische Demenzabteilung).